Konzert an Erntedank in der Friedenskirche

Elisabeth Grünert

Johanna Zimmer

Ernst genommen haben unseren Aufruf, die Räume der Friedensgemeinde mit den eigenen Gaben und Fähigkeiten für sich zu entdecken (siehe Impuls) auch Johanna Zimmer (Sopranistin) und Elisabeth Grünert (Pianistin und Organistin).

Zum Gedenken an den französischen Komponisten, der vor 100 Jahren gestorben ist, gaben sie am Erntedanksonntag in der Friedenskirche ein Konzert.

Trotz des ungewöhnlich schonen und warmen Spätsommerwetters, ließen sich viele Nachbarn, Freunde und Liebhaber dieser Musik in die impressionistischen Klangwelten entführen und lauschen u.a. den Ariettes oubliées für Sopran und Klavier und seinen abwechslungsreichen Klavierstücken.

Als Grundlage der Lieder dienten Texte französischer Poeten, wie Victor Hugo. Klangbilder mit aufgelösten Konturen, lyrische Melodik, aber auch heiter Rhythmisches ist in L’isle joyeuse, le Danse, la plus que lente und Ballade zu  erleben.

Wir danken den beiden Künstlerinnen für diesen wunderschönen Beitrag zu unserem Gemeindeleben.

Erntedankgottesdienst 2018

Säen, ernten, danken, denken, handeln

unter diesem Motto feierten am 7. Oktober Kindern und Erzieherinnen von Kindergarten und Kindertagheim Friedens mit Pfarrer Thomas Rapp einen Familien Gottesdienst zu Erntedank in der Evang. Friedenskirche Stuttgart

 

Mit dem Lied "Seht was wir geerntet haben" zogen die Kinder zu Beginn des Gottesdienstes mit Körbchen und ihren Erntegaben in die mit knapp 200 Teilnehmerinnen gut besuchte Friedenskirche ein und legten ihre Gaben mit einem Dankgebet am Altar ab.

Später nahmen sie das Dankgebet der Gemeinde auf und setzten es zu den Klängen von Smetanas Moldau in eine Tanz- Performance um. 

 

Pfarrer Rapp predigte  über 1. Timotheus 4,4-5. Hier ein kleiner Ausug aus seiner Predigt:

 

Was können wir ohne schlechtes Gewissen essen und trinken?
„Alles!“
schreibt der Apostel Paulus an seine Freund Timotheus:
Alles, was Gott geschaffen hat, ist gut, und nichts ist verwerflich, für das wir Gott danken können. Es wird alles rein durch Gottes Wort und unser Gebet.

Das lassen wir uns nicht zweimal sagen. Also nichts wie hin auf den Wasen. Knusprige Hähnchen locken im Bierzelt. Der süße Duft von frisch gebackenem Popcorn zieht in die Nase. Und aufgeregte Kinder, denen die Zuckerwatte noch an der Nasenspitze klebt, springen durch die Menschenmassen.

Nichts ist verwerflich, für das wir Gott danken können. Die Frage ist nur: Können wir für alles, was wir haben, Gott von Herzen danken?

Wenn wir ehrlich sind: Nein! Wir können Gott nicht für alles danken, was wir haben.

Noch längst nicht sind alle Menschen auf dieser Erde satt.

Um Wasser, werden in manchen Weltgegenden Kriege geführt.
Wasser wird privatisiert. Das, was einmal allen gehört hat, gehört jetzt einem Getränkekonzern.  Mit elementaren Nahrungsmitteln werden Profite gemacht.
Mancher mag nicht danken für etwas, was er nur deshalb hat, weil es einem andern fehlt.

Es gibt junge Menschen, die als Gegenentwurf zu einer gedankenlosen Lebensmittelwirtschaft, bei dem Lebensnotwendiges gleich tonnenweise im Müll landet, …
…diese Lebensmittel aus den Mülleimern der großen Supermärkte nach Hause schaffen und davon leben.  Es gibt in Stuttgart auch eine Foodsharing Initiative, die übrigens auch im Zugang zu unserem Gemeindehaus einen „Fairteiler Schrank“ stehen hat. „Fair“ wie gerecht.

Alle, die hier vorbei kommen, können die Lebensmittel, die sie nicht verbrauchen konnten, da hinein legen, so dass jene, die sie bräuchten, sie da wieder raus- und mit in ihre eigene Küche nehmen können.“

Nach dem Gottesdienst gab es Kaffee und Fingerfood in der Kirche. Und fast alle sind geblieben und haben miteinander gefeiert. Wir danken allen, die zum Gelingen dieses schönen Tages beigetragen haben.