Geschichte der alten Friedenskirche

Nach Fertigstellung der Johanneskirche am Feuersee hatte der „alte Stuttgarter Kirchbauverein“ sein Vereinsziel erreicht und wurde 1879 aufgelöst.

 

Für den Bau der Friedenskirche wurde ein "neuer Stuttgarter Kirchenbauverein'' gegründet, dem die allermeisten Mitglieder des alten Vereins wieder beitraten.

 

Seine erste Aufgabe war der Erwerb eines geeigneten Bauplatzes. Der Verein entschied sich den Standort an der Kreuzung der Urban- und Schubartstraße.

 

Am 12. Mai 1890 wurde der erste Spatenstich getan; am 27. Oktober 1890 um 11.00 Uhr konnte die Grundsteinlegung gefeiert werden.

 

In den Grundstein wurden eine Bibel, ein württembergisches Gesangbuch, die Rechenschaftsberichte des Kirchbauvereins, der Bauplan, der Stadtbauplan von Stuttgart und Trauben und Ähren aus dem Jahr 1890 eingemauert.

Bis zur Vollendung des Baus brauchte es nur zwei Jahre.

Der im Herbst 1890 begonnene Bau der im neuromanischem Stil errichteten Friedenskirche des Architekten Prof. Conrad Dollinger, wurde am 11.12. 1892 eingeweiht.

Neubau der Friedenskirche

Nach ihrer Zerstörung durch einen Fliegerangriff blieb das Kirchenschiff der Friedenskirche von 1944 bis in die Mitte der 1960er Jahre als ausgebrannte Ruine stehen. Nur der Turm blieb intakt.

Um weiter Gottesdienste feiern zu können. wurde ein Saal im Gemeindehaus entsprechend umgebaut und eingerichtet. 1959 fasste der Gesamtkirchengemeinderat einen Neubau der Friedenskirche ins Auge.

Es folgte ein Architekturwettbewerb, den der Stuttgarter Architekt Eberhard Hübner gewann.

 

1962 wurde ein zweiter (dritter) Kirchbauverein zum Wiederaufbau der Friedenskirche neu gegründet.Er bestand damals aus nur vier Mitgliedern.

Mitte der 60iger Jahre wurde mit dem Neubau begonnen.

Die Ruine wurde abgerissen, der Turm blieb, versehen mit einem neuen Blechhelm anstelle des früheren steinernen. Am alten Turm sind Apostelfiguren und der ′segnende Christus′ erhalten geblieben.

Der Neubau des Kirchenschiffes entstand als eigenständige Erneuerung in Form eines Sichtbetonkirchenbaus des Architekten Eberhard Hübner.

1966 wurde die neue Kirche eingeweiht. Der Kirchenraum bietet nun 700 Menschen Platz.
In der mit einer Rensch-Orgel ausgestatteten Kirche werden gerne Konzerte veranstaltet.

1984 wurde der Kirchbauverein auf Beschluss des Kirchgemeinderates reaktiviert, damit Anschaffungen, Investitionen oder Sanierungen in Kirche und Gemeindehaus finanziert werden können, die von der Gesamtkirchenpflege nicht übernommen werden.

Durch die Mitgliederbeiträge und Spenden hat der Verein die Möglichkeit, sich an den dringenden Renovierungsarbeiten und Verschönerungen zu beteiligen.
Vielfältig wurden die Geldmittel des Vereins eingesetzt, zum Beispiel für Reparaturen am Dach, zur Verschönerung der Außenanlage, für die Heizungsanlage, nur um einiges zu nennen.

Zwischenzeitlich hatte der Kirchbauvererein über sechzig Mitglieder.
Heute sind es noch dreizehn

Hätten Sie auch Interesse, den Verein bei seinen Aufgaben zu unterstützen? Dann dürfen Sie uns gerne beim diesjährigen Gemeindefest der Friedensgemeinde am 21. 07.19 ansprechen.