Kindertagesstätte der Friedensgemeinde

Mit Freude ergreifen wir die Gelegenheit, Ihnen unsere Einrichtung, die Kindertagesstätte der Friedensgemeinde, vorzustellen und einen Einblick in unseren Alltag zu geben.

  

Wir sind eine Ganztageseinrichtung mit 30 Kindern im Alter von zwei bis zehn Jahren.

 

Soweit der schlichte und nüchterne Rahmen. Aber wie bei jedem ansprechenden Bild liegt auch bei uns die Lebendigkeit in der Vielfalt der Farben und der Fülle der Formen. Jeden Tag kommen 30 Persönlichkeiten mit ihren vielfältigen Wünschen, Bedürfnissen, Hoffnungen und Träumen - und möchten an diesem Tag und an diesem Ort wiederum auf Menschen treffen, mit denen sie diese teilen können.

 

Betrachtet man die große Altersspanne der Kinder (2-10), so wird vor allem deutlich, dass sie nicht nur eine begrenzte Zeitspanne (z. B. Vorschule), sondern eine gesamte Lebensphase, eben ihre Kindheit, in unserer Einrichtung verbringen. Dies bedeutet, dass die Kinder in ihren verschiedenen Entwicklungsstufen ein breit gefächertes Lernpotenzial mitbringen, das wir nutzen, indem wir bewusst unterschiedliche Jahrgänge mischen: Kinder sind unter- und füreinander oft die besten Lehrmeister. Im Vordergrund steht ein gemeinsames Lernen von Groß und Klein – wobei auch wir Erwachsene uns als Teil dieses Prozesses verstehen. 

 

In unserer pädagogischen Arbeit steht die persönliche Beziehung zu jedem einzelnen Kind im Vordergrund; auch wenn wir uns an pädagogischen Richtlinien und Leitplänen orientieren, so ist der wesentliche Ausgangspunkt der persönliche Kontakt zum Kind, seine individuellen Bedürfnisse und Interessen; gerade auch in seiner emotionalen und sozialen Entwicklung. Erst die Erfahrung von verständnisvollen und verlässlichen Beziehungen gibt den Kindern das nötige Selbstbewusstsein, um sich neugierig und vertrauensvoll auf die Welt einzulassen: was wir an persönlicher Bildung erreichen möchten, wird erst einmal von unserer Vorbildlichkeit - Eltern, Lehrer und Erzieher - bestimmt.

 

Ein einfühlsamer und respektvoller Umgang führt dazu, dass die Kinder die Tagesstätte als einen Ort empfinden, an dem sie sich angenommen, sicher und aufgehoben fühlen – hierzu trägt sicherlich auch der mit 30 Kindern überschaubare, eher familiäre Rahmen der Einrichtung bei.

  

Dieser familiäre Charakter zeigt sich auch darin, dass nicht nur dass geistige, sondern auch das leibliche Wohl eine besondere Beachtung und Wertschätzung erfährt: in Gestalt einer hauseigenen Küche – und vor allem einer hauseigenen Wirtschafterin. Hier wird bedarfsgerecht, d.h. kindgerecht gekocht, gegart, gebacken und gebraten –  einschließlich Sonderwünsche und Extrawürstchen, Geburtstagsmenüs und zu besonderen Anlässen ein Buffet!

  

Um die Entwicklung der Kinder ganzheitlich zu fördern, haben wir ein breit gefächertes Angebot: Hier ist für jeden Geschmack und jede Begabung etwas dabei. Die Bewegungsfreudigen können sich beim Turnen und Tanzen ‚austoben’, die Musikinteressierten haben Gelegenheit an einem Kurs für Musikalische Früherziehung teil zu nehmen. Die Schulkinder erhalten eine intensive Hausaufgabenbetreuung und können darüber hinaus ihre kreativen Talente in einer Theater-AG zum Ausdruck bringen. In den Schulferien gibt es Tagesausflüge für Groß und Klein – eine Gelegenheit für alle Beteiligten, sich und den anderen neu zu entdecken.

  

Als eine Kindertagesstätte in der Trägerschaft der Evangelischen Kirche ist es uns ein Anliegen, sowohl ein christliches Menschenbild zu vermitteln wie auch die christlichen Feste in Form von religionspädagogischen Angeboten (z.B. Krippenspiel) in unsere Arbeit einzubinden. Die biblischen Geschichten erhalten ihre spezielle Ausgestaltung durch Rollenspiele und kreatives Gestalten. Der Kontakt zur Kirchengemeinde findet seinen Ausdruck unter anderem in der Gestaltung des Erntedankgottesdienstes.

 

Neben dem Kontakt zur Kirchengemeinde legen wir Wert darauf, vielfältige Beziehungen zur ‚Außenwelt’ zu knüpfen und zu pflegen. Da die Kinder sich in einem dichten Beziehungsgeflecht von Familie und Schule entwickeln, und wir anstreben, sie ganzheitlich zu begleiten, ist es für uns wichtig, allen diesen Beziehungen in unserer Arbeit Raum zu geben – und so die Kinder in eine Gemeinschaft einzuführen, die von gegenseitigem Respekt und Vertrauen getragen ist.