Am 4. November 1989 habe ich in Seoul geheiratet und
im März 1990 bin ich mit meiner Frau nach Deutschland
gekommen, um weiter Theologie zu studieren. Unser
Flugzeug war um ca. 10 Uhr am Flughafen Nürnberg
gut gelandet. Wir hatten drei Koffer mitgebracht. Jetzt
habe ich drei Töchter. Zum Spaß habe ich jemandem

einmal gesagt, dass diese drei Koffer drei Töchter geworden sind.


Damals war ich mit meiner Frau von Nürnberg
mit dem Zug nach Erlangen gefahren,
um uns bei dem akademischen Ausländeramt
zu melden. Wir sind kurz nach 12 Uhr in Erlangen angekommen.

Als wir an die Tür des Amtes klopften, hörte niemand,
weil es schon nach 12 Uhr war. Im Schlossgarten neben

der Universität haben wir eine kleine Pause gemacht.

Damals war meine Frau schwanger.


Inzwischen ist die Zeit so schnell vergangen.
Ich habe nun drei Töchter und habe
über Erlangen und Neuendettelsaus und
schließlich in Tübingen im Fach des Neuen
Testaments promoviert.


Ich denke von mir, dass ich ein sehr glücklicher
Pfarrer bin, weil ich als koreanischer
Pfarrer in der koreanischen Gemeinde arbeite
und gleichzeitig als Angestellter der
evangelischen Landeskirche in Württemberg
tätig bin. Durch diese Gelegenheit
habe ich viel Gutes erfahren und gelernt.


Was die Friedenskirchengemeinde
anbelangt, habe ich viel Freundlichkeit, Nachsicht
und Geduld erfahren.
Seit Januar 2006 feiert meine Gemeinde in der Friedenskirche.
Ich habe immer mit Pfr. Bofinger und dem Gremium der Gemeinde
viel Freude gehabt und weder Hindernisse gespürt
noch Schwierigkeiten gehabt.
Hier in der Friedenskirche fühlte ich mich geborgen, wie in einer Heimat.
Es ist eine große Freude und ein großer Vorteil, dass meine Gemeinde mit der Friedenkirche in enger Verbindung steht.


Ab dem 1. Mai wird meine koreanische Gemeinde Teilgemeinde der Friedenskirchengemeinde bzw. der Evangelischen
Landeskirche in Württemberg, aufgrund der Rahmenordnung, sein. Dann werden die beiden Gemeinden wirklich ein Leib Jesu Christi.


Dies ist keine Phantasie und keine Vorstellung,
sondern Realität und Existenz. Dies ist ein wunderbares

und schönes Bild, was die christliche Gemeinde Jesu Christi

weiterhin ununterbrochen malen soll.


Ich hoffe, dass beide Gemeinden mit der Liebe in Jesus miteinander zusammenwachsen und füreinander dienen. Dadurch werden die beiden Gemeinden in der gegenwärtigen deutschen Kirchengeschichte
ein gutes Vorbild aufzeigen, so wünsche ich es mir.


Pfarrer Dr. Jang